For the very first time …

Das erste Wochenende zu Dritt …..

In der Theorie bin ich glaub ich kurz vor dem Nobelpreis im Alleswissen und Alleskönnen, nichts kann mich mehr erschrecken- immerhin bin ich seit knapp 10 Jahren in einem sehr fordernden Beruf, der jeden Tag neue Probleme/Abenteuer/Überraschungen für mich bereithält!
Praktisch jedoch merke ich immer wieder- vor allem im privaten Bereich- wie oft ich vor völlig neuen Situationen stehe die mich dann doch herausfordern!

Und so war es auch vor 2 Jahren als das erste Wochenende bzw die erste Nacht an dem Sohn Nummer 1 bei uns übernachten sollte in absehbare Nähe rückte!
Mit dem Wissen das es nur mehr ein paar Tage bis zu Tag X sein sollte beschlich mich ein Gefühl der Unsicherheit!
Immerhin kam ich wie die Jungfrau zum Kind! Ich war keine 9 Monate schwanger, musste keine Geburt hinter mich bringen und bekam in einem Alter von 31 Jahren ein fix fertiges 13-jähriges Kind!
Fluch oder Segen?! Ich war nicht maßgeblich an der Erziehung beteiligt, wusste also nicht was mich erwartet! Welche Regeln kannte er? Gehen sie ansatzweise konform mit meinen erzieherischen Vorstellungen?
Denn auch wenn ich keine eigenen Kinder habe, macht man sich ab einem gewissen Alter glaub ich automatisch Gedanken wie man jene welche dann auch erziehen würde. Theoretisch natürlich 😉
Noch dazu kommt, dass ich es durch meinen Beruf einfach gewohnt bin sehr strukturiert und konsequent zu agieren!

Für das Kind war ich natürlich KEINE Unbekannte aber wusste es welche Rolle ich nun auch in seinem Leben spielen werde?!
Wie habe ich mich mit einem Kind im Haushalt zu verhalten?!
In „meinen“ 4 Wänden die von nun an aber auch sein Zuhause jedes zweite Wochenende sein werden?!
Ich hatte viele Fragen doch fand leider niemanden der sie mir beantworten konnte!

Bis zum letzten Tag war ich damit beschäftig mir Fragen über Fragen zu stellen, diverse Szenarien durchzuspielen, den Kühlschrank mit Dingen die die Welt nicht braucht – geschweige denn ein 13-jähriger jemals essen konnte- vollzufüllen, sodass ich komplett auf die räumliche Vorbereitung vergessen hatte!
Mir blieb ein Nachmittag um aus dem, nennen wir es, Abstellzimmer – ein Kinderzimmer zu machen!
Punkt 1 war also- ENTRÜMPELN!
Ergo: alles was wir in absehbarer Zeit nicht mehr brauchen bzw zu groß für die normale Mülltonne ist wandert in den Keller.
Dort fand ich auch 2 Matratzen die ich übereinander stapelte und fertig war das Bett!
Aus einem Hocker, auf dem normalerweise eine Pflanze steht, wurde das Nachtkasterl, meine kleine Lampe wechselte für dieses Wochenende kurzerhand den Besitzer (ja- ich war damals der Meinung ALLE Kinder egal welches Alter brauchen ein Nachtlicht) und als Vorhang dienten pastellblaue durchsichtige Ikea Teile die ich eigentlich fürs Abstellkammerl gekauft hatte!
Einzig eine Playmobil Burg die ich einem ehemaligen Kindergartenkind von mir abgekauft hatte deutete darauf hin, dass ein Kind hier übernachten bzw an den Wochenenden wohnen wird.

provisorisches Kinderzimmer

Es war alles andere als perfekt und ein baldiger Besuch bei meinem schwedischen Lieblingsdesigner war dringend notwendig – aber für die erste Nacht war das improvisierte Kinderzimmer ganz ok.

Tja und nun waren wir zu Dritt… mein Freund, Sohn Nummer 1 und ich mit meiner Unsicherheit (die bis heute noch nicht ganz vergangen ist)

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